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Sauerstoffsättigung messen, wo Fitness-Tracker versagen

  1. Problem Blutsauerstoff zählt klinisch – Fitness-Tracker am Handgelenk reichen dafür nicht.
  2. Lösung Messpflaster an flexiblen Körperstellen, Android-App und Software im BMBF-Projekt an der HdM.
  3. Ergebnis Forschungsprototyp für Klinik und Nachsorge: post-OP, Transplantate, Gefäße, Sportmedizin.
Sauerstoffsättigung messen, wo Fitness-Tracker versagen

Überblick

Forschung und Klinik brauchen andere Messungen als Consumer-Wearables am Handgelenk. Genau dort ansetzen, wo der Alltag der Untersuchung stattfindet.

  • Forschung
  • Medizin
  • IoT
Kunde
HdM Stuttgart (BMBF)
Leistungen
Forschung, Software-Entwicklung, App-Entwicklung
Plattform
Android
Technologie
STM32, Bluetooth, React, Android

Zwischen 2019 und 2022 war ich Teil des BMBF-Projekts OxiFlexIt an der Hochschule der Medien Stuttgart. Gemeinsam mit Partnern wie ASPro, FM Siebdruck, Lohmann, Varta und der medizinischen Fakultät Mannheim entstand ein System zur Echtzeit-Messung der Sauerstoffsättigung an verschiedenen Körperstellen. Nicht am Handgelenk wie bei Fitness-Trackern, sondern dort, wo Klinik und Nachsorge es brauchen.

Herausforderung

Blutsauerstoff zählt nach Operationen, bei arteriosklerotischen Gefäßerkrankungen und bei Hauttransplantationen. Herkömmliche Wearables sind auf wenige Körperstellen beschränkt und reichen für medizinische Zwecke nicht aus.

Rolle

In der Arbeitsgruppe MoDi unter Prof. Dr. Ansgar Gerlicher war ich für Software und mobile App verantwortlich. Dazu gehörte die Betreuung eines Master-Teams, das die Messdaten verständlich visualisiert und verwaltet hat.

Vorgehen

Das System besteht aus wiederverwendbaren Messmodulen, einem Einwegpflaster mit Batterie und Antenne sowie einer Android-App. Das Pflaster lässt sich an nahezu jeder Körperstelle anbringen. Die Daten laufen per Bluetooth in die App. Technisch kamen STM32, Protocol Buffers, React und Android zum Einsatz. Ziel war eine Architektur, die sowohl klinisch als auch ambulant tragfähig ist: verständliche Darstellung komplexer Messdaten, sichere Speicherung, robust bei instabiler Verbindung.

So sieht es aus.

Web- und App-Oberfläche für Klinik und Nachsorge: Patienten und Pflaster verwalten, Messwerte an mehreren Körperstellen live lesen, QR-Scan am Einwegpflaster.

Produkt: Sauerstoffsättigung messen, wo Fitness-Tracker versagen
Produkt: Sauerstoffsättigung messen, wo Fitness-Tracker versagen
Produkt: Sauerstoffsättigung messen, wo Fitness-Tracker versagen
Produkt: Sauerstoffsättigung messen, wo Fitness-Tracker versagen

Ergebnis.

Entstanden ist ein Forschungsprototyp mit klarem Einsatzpotenzial: postoperative Überwachung, frühe Erkennung von Durchblutungsproblemen bei Transplantaten, Kontrolle bei Gefäßerkrankungen, auch sportmedizinische Szenarien. Kein Store-Produkt, aber echte Software-Arbeit an der Schnittstelle von Hardware, Medizin und App. Die Kombination aus flexiblem Sensor, gedruckter Batterie und mobiler Software zeigt, was interdisziplinäre Forschung praktisch leisten kann.

Was ich mitnehme

Forschung heißt hier nicht Briefing und Ticketliste. Es heißt Hardware, Protokoll und UI so zusammenzubringen, dass Messdaten im Alltag lesbar bleiben. Genau diese Schnittstelle zwischen medizinischer Anforderung und robuster App-Entwicklung begleitet mich auch in späteren Produktprojekten.

Mehr zum Projekt: MoDi / OxiFlexIt · Video-Demonstration

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