Blog · 12.10.2022 · 5 Minuten

Selbstständigkeit 2.0

Vom 25-Personen-Team zurück zum Freelancing. Und was mir in der Zusammenarbeit bis heute wichtig ist.

Selbstständigkeit 2.0

Ich war CTO in einem Startup Studio. Mit anderen Führungskräften hatten wir ein Team von vier auf 25 Personen aufgebaut: Strategie, Wachstum, Projekte für Konzerne und Startups. Dann habe ich den Weg zurück zum Freelancing gewählt.

Zwei Gründe: mein im April 2019 gestartetes Projekt „Being a Dad“ und der Wunsch, wieder hands-on in Projekten zu arbeiten und tiefer in die Entwicklung einzusteigen. Nicht mehr den Fokus auf Unternehmenswachstum, sondern wieder selbst mitbauen.

Heute, nach 16 Jahren Selbstständigkeit und über 180 Projekten, steht dieser Text noch. Weil die Entscheidung damals nicht nur ein Jobwechsel war, sondern eine klare Positionierung.

Family Time und operativ tätig sein

Die Jahre im Studio waren lehrreich. Team aufbauen, strategische Herausforderungen lösen, digitale Produkte für unterschiedliche Branchen umsetzen: das möchte ich nicht missen.

Papa zu werden hat meine Ziele verändert. Mir war wichtig, wieder operativ umzusetzen: Apps und digitale Produkte selbst mitbauen. Das gibt mir auch die Freiheit, Arbeit und Familie so zu verbinden, wie es für uns passt.

Positionierung: Freelancer statt Agentur

Damit stellte sich die Frage, wie ich mich aufstellen will. In der ersten Selbstständigkeit hatte ich eine App-Agentur gegründet. Diesmal entschied ich mich bewusst für den Weg als Freelancer.

Je nach Technologie, Umfang und Zeitrahmen arbeite ich mit erfahrenen Netzwerkpartnern zusammen, die ich über Jahre kenne und schätze. Wichtiger noch: Ich wollte nicht nur als Entwickler wahrgenommen werden, sondern den kompletten Weg von der Idee zum nutzbaren Produkt abdecken. Beratung, Zuschnitt, Umsetzung, Begleitung.

In den frühen Phasen werden oft die entscheidenden Fragen übersprungen:

  • Welche Ziele soll das digitale Produkt erreichen?
  • Wer ist die Zielgruppe, und welche täglichen Aufgaben hat sie wirklich?
  • Wer entscheidet, wer trägt Verantwortung?
  • Was ist realistisch bei Erwartung und Zeit?

Bleiben die unbeantwortet, entstehen später teure Probleme. Oder Projekte scheitern, obwohl die Technik „fertig“ wirkte. Ich will keine Folienkonzepte. Ich will auf Basis von Erfahrung die Grundlage legen, damit digitale Produkte und Geschäftsmodelle im Alltag tragen. Mehr dazu auch unter Projekte und im Text Von der Idee zur Realität.

Mensch und Technik

Lange habe ich mich als „Digital- und Innovationsberater // Product Owner // Software Engineer“ beschrieben. Nicht wegen der längsten Visitenkarte der Welt, sondern weil der Mix aus Mensch und Technik für mich stimmt.

Heute sage ich es kürzer: Sparringspartner für Startups und Unternehmen, die digitale Produkte bauen wollen. Oft ist die Lösung eine App oder eine Web-Anwendung. Manchmal reicht ein schlankerer Schnitt. Technik soll dem Alltag dienen, nicht dem Hype.

Was mir in der Zusammenarbeit wichtig ist

Offen und nüchtern über Möglichkeiten, Vor- und Nachteile sprechen. Danach Ärmel hochkrempeln.

Ebenso wichtig: aufklären, worum es nicht geht. Nicht in Panik oder blinden Aktionismus geraten. Kein Innovationstheater. Nicht auf jeden Hype springen. Nicht unbedingt „agil“ etablieren oder einen Design-Thinking-Workshop abhaken müssen.

Für mich geht es darum:

  • Bedürfnisse, Probleme und Herausforderungen wirklich zu verstehen
  • offen und auf Augenhöhe über Ziele und Erwartungen zu sprechen
  • in klarer Sprache aufzuklären
  • aktiv bei der Zielerreichung zu unterstützen
  • zukunftsfähige Produkte und Prozesse so schlank wie möglich zu realisieren
  • PS auf die Straße zu bringen

Warum ich

Wenn jemand fragt, warum ich der richtige Partner bin, verdichtet sich das auf:

  • strategisches Denken und Blick auf die technischen Details, weil meine Wurzeln in der Softwareentwicklung liegen
  • 16 Jahre Selbstständigkeit, über 180 Projekte, branchenübergreifend
  • Schnittstelle zwischen Mensch und Technik: beide Sprachen
  • nicht nur beraten, sondern hands-on umsetzen
  • technologieoffen, mit Vorliebe für einfache und schlanke Lösungen

Ob das für euer Vorhaben passt, klärt man am besten im Gespräch: 30 Minuten, unverbindlich.

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