Saisonplanung, die nicht mehr eine Woche am Schreibtisch kostet
- Problem
- Tennistrainer planen ihre Saison in Excel und sammeln Anmeldungen über Mail, WhatsApp und PDF. Jede Änderung heißt: Plan neu aufbauen.
- Lösung
- Erst mit 100 Trainern sprechen, dann bauen. Herausgekommen ist eine Web-Anwendung nur für Anmeldung und Trainingsplanung, bewusst keine Vereinssoftware.
- Ergebnis
- 11 zahlende Kunden, fast 1.900 Spieler im System, der Kalender ist täglich im Einsatz.
- Kunde
- Tennisschulen und Tennistrainer im DACH-Raum (eigenes Produkt)
- Branche
- Sport
- Leistungen
- Nutzergespräche, Prototyp, Web-Entwicklung, Produktentwicklung
- Umsetzung
- Web-Anwendung für Computer, Tablet und Smartphone
- Technologie
- React, Supabase
Ausgangslage
Die Idee kam im Sommer 2025 auf dem Tennisplatz, im Gespräch mit meinem eigenen Trainer und Trainern aus meinem Umfeld. Vor jeder Saison steht in Tennisschulen dieselbe Aufgabe: Spieler, Gruppen, Verfügbarkeiten und mehrere Trainer müssen in einen Plan passen. Meist läuft das in Excel. Anmeldungen kommen per Mail, WhatsApp oder PDF und werden von Hand übertragen. Ändert sich eine Verfügbarkeit, muss der Plan neu aufgebaut werden, und das Trainerteam stimmt sich in WhatsApp-Gruppen ab. Für die Saisonplanung geht so leicht eine ganze Woche drauf, und die fehlt auf dem Platz.
Die Entscheidung
Bewusst keine Vereinssoftware. Mitglieder- und Beitragsverwaltung gibt es bereits, und sie löst nicht das, was Trainer Zeit kostet. Matchplan konzentriert sich deshalb auf zwei Stellen: die Anmeldung über eine eigene Buchungsseite und die Trainingsplanung. Alles andere bleibt bewusst draußen.
Lösungsweg
Rolle
Matchplan ist mein eigenes Produkt. Ich verantworte es von der ersten Idee über Konzept und Entwicklung bis zum laufenden Betrieb. Die Anforderungen kamen von Anfang an von den Trainern selbst.
Vorgehen
Bevor ich weitergebaut habe, habe ich mir im Januar 2026 ein Ziel gesetzt: mit 100 Tennistrainern sprechen. Die Gespräche liefen auf dem Platz, per Video-Call und am Telefon. Dazu kamen eine Landingpage und ein Prototyp. Die erste Version konnte nur zwei Dinge: Anmeldung und einen Wochenkalender. Nach der Beta von Februar bis März 2026 laufen seit März 2026 zahlende Kunden. Danach folgten ein richtiger datumsbasierter Kalender und viele tennisspezifische Funktionen für die Planung. Trainer und Beta-Kunden waren bei jedem Schritt dabei.
Produkt
So sieht es aus.
Schüler melden sich über das Buchungsprofil an und tragen Spielstärke und Verfügbarkeiten selbst ein. Beim Planen liegen die Daten also schon vor. Im Kalender ziehen Trainer Gruppen per Drag and Drop in den Wochenplan, und Überschneidungen werden sichtbar, bevor der Plan steht.
Ergebnis
zahlende Kunden · fast 1.900 Spieler im System · rund 1.070 Kalendertermine in den letzten 30 Tagen. Stand: Oktober 2026
Die ersten Kunden kamen über zwei Wege: inbound über die Landingpage, weil Trainer genau nach diesem Problem suchen, und über direkte Ansprache per Instagram.
Was früher eine Woche Aufwand war, erledige ich jetzt an zwei halben Tagen. Und ich sehe alle Vereine und Trainer zentral, ohne zwischen Listen hin und her zu springen.
Was dahintersteht
Nicht jede Tennisschule braucht Vereinssoftware. Oft reicht eine Trainingsplanung-App für Tennis, die Anmeldung und Wochenplan abdeckt und den Rest bewusst weglässt.
Nächster Schritt
Sitzt ein ähnliches Vorhaben bei euch?
30 Minuten, unverbindlich. Du schilderst den Alltag, ich sage ehrlich, ob und wie ich helfen kann.